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Die Geschichte des Mount Everest

Die erste Vermessung aus Indien im Jahr 1848 ergab, dass es sich bei dem damals noch als Peak XV bezeichneten Berg um den höchsten aller bekannten Gipfel handelte. 1865 wurde der Berg zu Ehren von Sir George Everest, der von 1823 bis 1843 die Vermessungsarbeiten in Indien leitete, umbenannt.

Die erste Britische Expedition, angeführt von Charles Howard Bury, versuchte 1921 einen möglichen Weg zum Gipfel zu finden. Der Kletterer George Mallory war sehr optimistisch, dass sie, nachdem er einen Weg über den Nordsattel gefunden hatte, nun auch den Gipfel in Angriff nehmen konnten. Ein kurzfristig gestarteter Versuch scheiterte am einsetzenden Monsun. Die von Mallory entdeckte Route ist heute die Standardroute auf der Nordseite des Everest.

1922 startete eine zweite Expedition, bei der auch Mallory wieder dabei war. Teilnehmer der Expedition erreichten mit künstlichem Sauerstoff eine Höhe von 8321 Metern. Beim dritten Versuch den Mount Everest zu bezwingen riss eine Lawine 7 Träger in den Tod.

1924 unternahm eine dritte Expedition mehrere Versuche, musste aber wegen schlechten Wetters immer wieder aufgeben. Bei einem Besteigungsversuch am 8. Juni verschwanden Mallory und Andrew Irvine nahe des Gipfels, ob sie ihn erreichten ist bis heute nicht geklärt. 1999 fand man Mallory's Leiche, seine Taschenkamera blieb aber verschollen und mit ihr jeder Beweis, dass sie bis zum Gipfel gelangt waren.

In den 1930er Jahren wurden mehrere Versuche unternommen, blieben aber alle ohne Erfolg.

Zwei Britische Flugzeuge überflogen 1933 den Everest, die Motoren waren zwar an die dünne Luft angepasst, brutale Fallwinde nahe des Gipfels brachten die Maschinen aber beinahe zum Absturz.

Ab 1950 erlaubte China Ausländern nicht mehr die Einreise nach Tibet. Das Königreich Nepal genehmigte aber erstmals einzelne Expeditionen und so konnte ein Weg zum Gipfel über die bis dahin unerforschte Südwestseite des Everest gesucht werden. 1951 und 1952 erkundeten eine britische und zwei Schweizer Expeditionen den Everest auf nepalesischer Seite, blieben aber erfolglos.

Im Jahr 1953 war es endlich soweit, der neunten britischen Expedition unter Leitung von John Hunt gelang es den Mount Everest zu bezwingen. Es wurden mehrere Hochlager errichtet und zwei Seilschaften gebildet. Die erste Seilschaft musste wegen technischer Probleme an den Sauerstoffsystemen am Südgipfel aufgeben. Die zweite Seilschaft verwendete ein anderes System und so erreichten zweit Tage später Edmund Hillary und die Sherpas Tenzing Norgay und Ang Nyima das letzte Lager. Am nächsten Tag brachen Edmund Hillary und Tenzing Norgay zum Gipfel auf, sie überwanden eine später nach Hillary benannte Felsstufe und waren am 29. Mai die ersten Menschen auf dem Gipfel des Everest.



"Because it is there. -- George Mallory (1886-1924), Antwort auf die Frage: Warum willst du auf dem Everest steigen?

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