Tourismus am Everest
30 Jahre nach der Erstbesteigung erlebte der Everest einen regelrechten Gipfelansturm. Die Anzahl der Gipfelbesteigungen stieg rasant. Im Jahr 1993 erreichten mehr als 100 Bergsteiger den Gipfel, 2007 standen 604 Menschen ganz oben. Neben erfahrenen Bergsteigern versuchen auch immer mehr ungeübte den höchsten Berg der Welt zu bezwingen. Es gibt Angebote kommerzieller Expeditionen, die mit Hilfe von Bergführern, Trägern und Fixseilen jeden auf den Berg bringen, der bereit ist dafür mehre 10 000 Euro zu zahlen.
In der Hochsaison kommt es schon mal zu Staus am Gipfelgrat, die ein rechtzeitiges Erreichen des Gipfels erschweren. Ein weiteres Problems dieses Massenansturms ist die Müllmenge, die die Expeditionen am Berg zurücklassen. Der Berg wird schon als "höchste Müllkippe der Erde" bezeichnet. Inzwischen laufen aber zahlreich Projekte mit dem Ziel, den Everest vom Unrat zu befreien.
Tourismus in der Region
Sir Edmund Hillary gründete nach seiner erfolgreichen Erstbesteigung des Mount Everest den Himalayan Trust Fund mit dem Ziel, die Lebensqualität der dort lebenden Sherpas zu verbessern. Er sammelte Geld für den Bau von Schulen und Brücken, errichtete ein Krankenhaus in Khunde und ließ 1964 bei Lukla eine kleine Landebahn anlegen. Dieser Flugplatz, der heute 'Tenzing-Hillary Airport' heißt, verkürzte den früher mehrwöchigen Fußmarsch von Kathmandu auf einen 40 -minütigen Flug und ebnete so ungewollt dem Tourismus in der Region den Weg.
Die Sherpas nutzten diese neue Chance, die der Tourismus bot und organisierten Trekkingtouren und boten ihre Dienste als Träger und Köche an. Sie errichteten Lodges, in denen man essen und übernachten kann. Diese Entwicklung lockte immer mehr Rucksacktouristen in die Region. 1984 waren es 7724,1996 steig die Anzahl weiter auf fast 17 000. Heute sind nahezu alle Sherpas in irgendeiner Form im Tourismusgeschäft.
"You've climbed the highest mountain in the world. Now what's left? It's all downhill from there. You have got to set your sights on something higher than Everest." -- Willi Unsoeld






